Geschichte der Abt. Outdoorsport

nach Errichtung der Anlage im Jahr 2001 unter der Regie des ehemaligen Vorsitzenden D.Steiger bildete sich wenige Zeit später durch die Sportfreunde K.H.Scheeper und K.Mehle eine eigene Abteilung Tennis, wo zuerst sich Sportfreunde reiferen Alters zusammen fanden, um regelmäßig Sonntags und gelegentlich in der Woche Tennis zu spielen. Man brachte sich alles selber bei.
K.Mehle kümmerte sich um die formalen und finanziellen Geschicke der Abteilung.

Als von unseren Töchtern sich 5-6 zusammen fanden und auch spielen wollten, übernahm K.H.Scheeper das Training der jungen Damen. Da diese Mädels nicht ganz untallentiert waren, steigerte sich das Niveau doch sehr flott. Bereits nach dem ersten Jahr führen wir nach Sondershausen zu den Tennis-Kreismeisterschaften der Jugend. Unsere Mädels schlugen dort sehr gut auf und erstaunte so manche Gegnerin. man kannte sich ja noch nicht. Mit strahlenden Augen und aufgeputschten Mädels fuhren wir zum Spätnachmittag nach Hause. 
Leider hielt die mannschaft nur 1 oder 2 Jahre, bis die Ersten durch Lehre und Umzug nicht mehr kommen konnten. Ohne die Freundinnen war dann schnell die Motivation weg und es ging auseinander.
Die Männer spielten noch einige wenige Jahre, dann machte sich teils das Alter, teils aber auch der mangelnde Ehrgeiz zur Regelmäßigkeit bemerkbar.

Nach dem keiner mehr spielen wollte, pflegten 2 Sportfreunde noch 2 Jahre den Platz.
Dann kam aber der Punkt, wo die Zwei nicht mehr allein da zur Pflege stehen wollten.
Somit blieben die Tore für lange Zeit, über 15 Jahre, zugeschlossen und die Anlage verfiehl dem Dornrößchenschlaf. Es dauerte nicht lange und die natur eroberte sich gepflasterten Nebenflächen zurück. Durch Staubanflug und Feuchtigkeit über die Jahre hinweg bildete sich auf den Kunstrasenflächen ein durchgehender und bis zu 1 cm dicker Moosteppich. Eine grauenhafte Ansicht. 

Mit Verpachtung des neben an liegenden Fußball-Kunstrasenplatzes vor 2 Jahren, machte es sich nun dringlich notwendig die in Windrichtung vorgelagerte Tennisanle wegen Distelsamenflug u.a. vorerst grundhaft zu bereinigen. da war an ein Spielen auf dem gelände noch nicht zu denken.
Mit der groben Unkraut- und Strauchbereinigung bekan das gelände plötzlich wieder einen ganz anderen Anblick. Ach dachten wir, wir kratzen mal mit der Hacke am Kunstrasen und schauen, ob und wie das Moos herrunter geht. Wir waren angenehm überrascht, als wir den ersten m² zur Probe freimachten, wie doch klar (aber noch mit Moosresten versehen) die rote Farbe der Spielfläche hervor schien. Da kam der Gedanke auf, dass wir es doch versuchen (auch ohne dass jemand bis dato Spielinteresse benannte), einen Platz grob vom Moos zu bereinigen. Das fand leider nicht großen Anklang, aber letztendlich bekannten sich doch ein paar Sportfreunde der Abteilungen Kegeln und Tischtennis dazu, mit zu machen.
Mit leicht angeschliffenen Gartenhacken wurde der Platz grob vom Moos bereinigt, was so manchen Schweißtropfen und nasse Hemden ergab. Ja, vor das Vergnügen hat der liebe Got die Arbeit gestellt.
das sind leider viele unsrer jüngeren (teils auch schon älteren) Sportfreunde so nicht gewöhnt.
Es wäre schön gewesen, wenn sich noch ein paar mehr davon hätten anstecken lassen. 

Als der erste Platz grob sauber war, dann konnte der zweite nun nicht so bleiben und das gleiche folgte nochmal.
Mit Mitteln aus dem Windparkfonds und einem Sparkassensponsoring konnten wir die Anlage mit Hilfe einer neu gekauften Kehrmaschine schlußendlich auch von den Moosresten bereinigen, die bereits in der Quarzsandoberfläche eingedrungen waren. Nun sieht die Anlage fast wie früher aus, was in der Rubrik "Tennisanlage mit Basketball" ersichtlich ist.
Mit Hilfe o.g. Mittel wurde auch an den 2 Tennis-Schiedsrichterstühlen rückseit ein Gestell mit BasketballPlatte und -korb angebaut, womit nun auch Freiluft-Basketball von Jugendlichen genutz wird.


Was war noch geplant?

Eigentlich hatten wir vor einen bereits gekauften ausrangierter 20Fuß-Kühlkontainer für Umkleide-,WC- und Lagerraum auf die vorhandene Pflasterfläche aufzustellen.
Auch Transport und das Absetzen mittels Gabelstapler war gekläret, doch haben wir da noch nicht die Rechnung mit deutschen Bau- und Umweltvorschriften gemacht.
Da das gesamte Kunstrasengelände als Insel zwischen umliegenden bebauten Flächen im kommenden B-Plan zum "Außenbereich - Sportplatzfläche ohne Bebauung" erklärt wurde bzw. schon so gesehen wird, ist auf diesen Flächen das Aufstellen und Betreiben von Bauten egal welcher Größe (auch ein Dixi-WC) länger als 2 Monate untersagt, bzw. nur nach genehmigter Bauplanung (mit ggf. Auflagen) erlaubt.

Mit einer genehmigungsreifen Bauplanung fallen natürlich Planungsosten an, aber eine Gewähr einer Durchführung des Vorhabens ohne weitere Auflagen (Umwelt o.a.) hat man erst nach Prüfung durch die Bauaufsichtsbehörde. Aus diesem Grund hat sich der Vorstand dazu entschieden von einem solch unkalkuliertem Unterfangen Abstand zu nehmen. Wir machen unsere bemühungen als e.V. alles in unserer Freizeit. Solch Hindernisse nehmen uns leider die Lust für solch Vorhaben.

     
Wir danken unserem heimische Bauplaner Andreas Kopf mit seiner Expertiese und der professionellen CAD-Darstellungen zu den Vorentwürfen für geforderte Schnitt- und Ansichtsdarstellungen des Containers (mit Fenster- und Türeinbau), welche nun ggf. ungenutzt bleiben.

Nun kann sich jeder selbst zu solchen Vorgängen Gedanken machen, wir haben jedoch resigniert.